Müll

Heute Morgen in Facebook – was hatte ich mal wieder meinen Spaß: Da les‘ ich doch erst bei Robert Betz, „Sei du selbst die Veränderung in der Welt, die du dir wünschst.“ Er sprach davon, dass so viel Unfrieden im Außen ist und dass der Unfrieden in uns dafür verantwortlich ist. Recht hat er. „Willst du Brandstifter sein oder Friedensstifter?“ Cooler Satz.
Nächster Post einer Dame: Anprangern von Müll, „wir haben doch keine Reservewelt im Kofferraum“, ergänzt durch ein Horrorbild eines verschmutzten Strandes. (Anprangern von Missständen ändert im Übrigen gar nichts, außer dass es die eigene Opferhaltung bestätigt.)
Wenn wir so viel Müll im Außen erleben, ist wohl die einzig richtige Schlussfolgerung, dass wir noch so viel Müll in uns selbst tragen. Emotionalen und mentalen Müll, Erinnerungen und Informationen, die zu nichts da sind, als unser System zu verstopfen und aufzublähen.

Müll ist ja längst ein ergiebiges politisches Thema, über das sich die selbst ernannten Weltenschützer auslassen, als würden wir morgen ersticken. Keine Angst, auch die Erde hat so etwas wie Selbstheilungskräfte, man denke nur ans Ozonloch und den Sauren Regen, nach deren düsteren Prophezeiungen wir ja schon seit Jahrzehnten ausgestorben wären. Das heißt nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen dürfen. Müll ist Privatsache, jeder trägt zur Vermüllung bei – oder eben nicht. Wie im Innen, so im Außen lautet die hermetische Regel, the Secret!

Witzigerweise nutze ich oft, wenn Klienten sehr aufgebracht nach einem extremen Erlebnis hier zu mir kommen, das Bild „jetzt schicken wir erstmal die emotionale Müllabfuhr durch, bevor wir in Ruhe weiterreden können“.

Wer also diesen Müll, der tagtäglich vor unseren Füßen rumfliegt, nicht mehr will, der sei eingeladen, doch mal zu entmüllen. Die Galerie im Handy, den Kleiderschrank, das Adressbuch, die Playlist bei Netflix, die Kontakte, die uns mehr Kraft kosten, als sie uns Wert bringen und so weiter. Die Facebook „Freunde“-Liste? Schaunmerma!

In Japan gibt es die KonMari Methode nach der Entmüllungs-Spezialistin Marie Kondo, die Anleitung gibt zum Aufräumen und Freude ins Leben lassen, eine ähnliche Initiative bot vor Jahren Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags. Oder Simplify your… Genau darum, geht es: brauch ich das noch oder kann das weg? Auch aus meinem Hirn.

Auf jeden Fall auch den Müll im Inneren, alte unverarbeitete Ereignisse, fest steckende emotionale Blockaden, begrenzende Glaubenssätze rausschmeißen. Und dann wieder weiter im Außen!
Ich glaub, ich muss mal dringend in den Keller… Aufräumen… bis dann 🙂

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