Wieso positives Denken nicht ans Ziel führt?

Die erste Woche im neuen Jahr ist rum. Zeit, Revue zu ziehen. Quälen dich die Tage bereits oder hält die Euphorie fester Vorsätze noch an? Manch einer sieht sich bereits am Ziel seiner Anstrengungen, fährt sich in Gedanken über den perfekten Körper, spricht zwei Sprachen gleichzeitig oder hat dem Chef zusammen mit der Kündigung einen Haufen auf dem Schreibtisch hinterlassen. Soweit die Vorstellung. Die Realität harrt noch der Umsetzung und sperrt sich gegen zu viel Veränderung, pausiert oder redet sich ein, dass allein mit der positiven Vorstellung die Pfunde purzeln, die Raucherlunge heilt und das Geld vom Himmel fällt. Leider zeigen Studien, dass positives Denken allein hier noch keine Wirkung zeigt. Im Gegenteil, positives Denken und freundvolles Imaginieren von erzielten Erfolgen lullen das Bewusstsein ein und hemmen den Drang, dieses Ziel auch im echten Leben zu erreichen. Es fühlt sich ja bereits so an, wozu dann noch anstrengen? Tagträumer errichten nur Wolkenschlösser. Was also tun?

Zuerst einmal, die Aussicht auf das ersehnte Ziel genießen. Allein das schafft Sog und Grund genug, sich anziehen zu lassen. Dann aber heißt es, die rosa Brille abzusetzen und sich den Weg dorthin anzusehen, die ersten Stufen hinauf zum Gipfel, die unwegsamen Passagen, die ungesicherten Abgründe, die steilen und ausgesetzten Pfade. Aber auch die schöne Aussicht, die Rastplätze und das Gasthaus auf der Hälfte des Weges. All das, was deine Füße über Stock und Stein, durch Wasserläufe und Geröllfelder, Wiesen und Felsgrate erwarten werden.

Die wichtigste Frage bei der Planung deiner Wanderung ist also, welche Hindernisse dir dabei im Weg stehen könnten. Auch dabei hilft die Vorstellungskraft, denn wir neigen dazu, eher Probleme und Barrieren als Lösungen im Leben zu sehen und können uns leichter vorstellen, woran wir scheitern, statt dem Erfolg zu vertrauen. All diese Hindernisse sind es nun, die unsere Aufmerksamkeit fesseln dürfen und für die wir uns geeignete Abwehrmaßnahmen überlegen sollten. Wenn mir die Almkuh im Weg steht, klettere ich über sie hinweg oder falls es gewittert, packe ich meinen Schirm mit der Metallspitze aus. So oder so ähnlich begegne ich bereits in meiner Vorstellung möglichen Versuchungen, die mich zur Umkehr bewegen wollen, und löse sie im PC-Spiel meines Gehirns.

Dieses Denken gibt mir Handlungssicherheit und Motivation, mich dem imaginierten Ziel zuzuwenden und meinen Vorsätzen treu zu bleiben. Es schafft Souveränität mit dem Umgang störender Einflüsse und nimmt meinem inneren Schweinehund die Ausreden, wieso ich heute unmöglich vom Sofa auf- und mich auf den Hometrainer stellen soll.

Und doch helfen auch diese Vorstellungen noch nicht über jeden Berg hinweg, denn nicht immer liegen die Hemmnisse im Außen. Oft genug erleben wir unser Inneres als Bremser und Verhinderer, spüren den inneren Widerstand gegen etwas, was unserem Kopf so verlockend scheint, bewerten den kurzfristigen Aufwand viel höher als wir langfristig aufwenden müssten. Hier ergänzen innere Blockaden, Energielecks und Motivationsdellen die vielen „Was wäre wenn“-Gründe, die uns am Erreichen mancher Zeile hindern. Das aber berührt tiefere Schichten in uns und holt manch längst vergessen geglaubtes Erlebnis hoch, das sich wie ein Schatten über unsere schöne Vorstellungswelt legt.

Gegen diese Regentage im Kopf kannst du ohne Hilfe oft nur wenig ausrichten. Deshalb lass dich beim Überwinden dieser Blockaden unterstützen. Gern helfen wir dir, die Freiheit, deine Zeile zu erreichen, zurückzuerlangen und deine Energielöcher zu füllen. Du hast weit mehr Potenzial in dir, als es dich deine Psyche gern glauben lässt. Deshalb stelle dich deinem Ziel und lass uns gemeinsam dein Licht anknipsen, auf dass der Regen aufhört und sich die Wolken verziehen.

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